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열왕기상 1장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 열왕기상 (1 Kings) · 53절

  1. 1 König David war sehr alt geworden. Obwohl man ihn mit Decken zudeckte, wurde ihm im Bett nicht mehr warm.
  2. 2 Da sagten seine Berater zu ihm: »Erlaube uns, Herr, unser König, dass wir dir eine junge Frau suchen. Sie soll noch unverheiratet sein, als deine Pflegerin arbeiten und sich um dich kümmern. Sie soll auch in deinem Bett schlafen, damit es dir wieder warm wird.«
  3. 3 So suchte man überall in Israel nach einer schönen, jungen Frau. Schließlich fand man Abischag aus Schunem und brachte sie zum König.
  4. 4 Sie war außerordentlich schön. So wurde Abischag die Pflegerin des Königs und kümmerte sich um ihn. Aber er schlief nicht mit ihr.
  5. 5 Adonija, der Sohn der Haggit, wurde anmaßend. Er sagte: »Ich will jetzt schon König werden!« Also verschaffte er sich einen Wagen, dazu Pferde und 50 Mann als Leibwache.
  6. 6 Sein ganzes Leben lang hatte ihn sein Vater nicht zurechtgewiesen. Nie hatte er gefragt: »Warum handelst du so?« Adonija war außerdem ein schöner Mann und war als nächster Sohn nach Abschalom geboren.
  7. 7 Mit Joab, dem Sohn der Zeruja, und dem Priester Abjatar war er sich einig: Sie unterstützten Adonija.
  8. 8 Andere aber unterstützen Adonija nicht: nämlich der Priester Zadok, Benaja, der Sohn des Jojada, der Prophet Natan, Schimi, Rei und Davids beste Soldaten.
  9. 9 Adonija ging zum Sohelet-Stein in der Nähe der Rogelquelle. Dort schlachtete er Vieh – Schafe, Rinder und andere gemästete Tiere. Er rief alle seine Brüder, die Söhne Davids, dazu und alle Männer aus Juda, seine Untergebenen.
  10. 10 Aber den Propheten Natan und Benaja, die besten Soldaten und seinen Bruder Salomo rief er nicht dazu.
  11. 11 Deshalb wandte sich Natan an Salomos Mutter Batseba. Er sagte: »Hast du schon gehört? Adonija, der Sohn der Haggit, ist König geworden, und unser Herr David weiß nichts davon!
  12. 12 Hör jetzt gut zu, was ich dir rate: Rette dein Leben und das Leben deines Sohnes Salomo!
  13. 13 Geh schnell zu König David und sag ihm: Bist du es nicht gewesen, mein Herr und König, der deiner Magd geschworen hat: ›Dein Sohn Salomo wird nach mir König werden. Er wird auf meinem Thron sitzen.‹ Warum ist dann Adonija König geworden?
  14. 14 Während du noch mit dem König sprichst, werde ich dazukommen und deine Worte bestätigen.«
  15. 15 Batseba ging zum König. Er war schon sehr alt und lag in seiner Kammer. Abischag aus Schunem kümmerte sich um ihn.
  16. 16 Batseba kniete sich hin und verbeugte sich tief vor dem König. Der König fragte: »Was hast du?«
  17. 17 Sie antwortete ihm: »Mein Herr! Du hast es deiner Magd geschworen, beim Herrn, deinem Gott: ›Dein Sohn Salomo wird nach mir König werden. Er wird auf meinem Thron sitzen.‹
  18. 18 Und jetzt? Jetzt ist Adonija König geworden. Und du? Du weißt es nicht, mein Herr und König.
  19. 19 Adonija schlachtete eine große Menge Vieh – Ziegen, Schafe und andere gemästete Tiere. Dann rief er alle Söhne des Königs dazu, den Priester Abjatar und den Heerführer Joab. Nur deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen!
  20. 20 Aber auf dich, mein Herr und König, sind doch die Augen von ganz Israel gerichtet. Teile du ihnen mit, wer auf deinem Thron sitzen wird, dem Thron meines Herrn und Königs.
  21. 21 Sonst wird es so kommen: Wenn mein Herr und König stirbt, stehen ich und mein Sohn Salomo als Hochverräter da.«
  22. 22 Während Batseba noch mit dem König redete, kam der Prophet Natan dazu.
  23. 23 Man kündigte dem König an: »Sieh doch, der Prophet Natan ist gekommen.« Da trat er vor den König und verbeugte sich vor ihm bis zur Erde.
  24. 24 Dann fing Natan an zu reden: »Mein Herr und König! Du hast offenbar gesagt: ›Adonija wird nach mir König sein, und er wird auf meinem Thron sitzen.‹
  25. 25 Heute ist er also zur Rogelquelle hinabgegangen. Dort schlachtete er eine große Menge Vieh – Ziegen, Schafe und andere gemästete Tiere. Er rief alle Söhne des Königs dazu, auch die Heerführer und den Priester Abjatar. Die aßen und tranken mit ihm und riefen: ›Es lebe König Adonija‹!
  26. 26 Mich aber hat er nicht eingeladen, obwohl ich doch dein Knecht bin! Auch den Priester Zadok, Benaja, den Sohn des Jojada, und deinen Knecht Salomo rief er nicht dazu.
  27. 27 Hast du das wirklich so gewollt, mein Herr und König? Hast du deine Berater nicht einweihen wollen? Sollten sie nicht wissen, wer nach dir auf dem Thron sitzen wird, mein Herr und König?«
  28. 28 König David antwortete: »Ruft Batseba zu mir!« Sie kam sofort zum König. Als sie vor ihn trat,
  29. 29 schwor ihr König David: »So gewiss der Herr lebt, der mich aus aller Not gerettet hat!
  30. 30 Ich habe dir beim Herrn, dem Gott Israels, geschworen: ›Dein Sohn Salomo wird nach mir König sein. Er wird an meiner Stelle auf meinem Thron sitzen.‹ Genau das werde ich heute wahr machen.«
  31. 31 Da kniete Batseba sich vor ihm auf den Boden, verbeugte sich tief und sprach: »Lang lebe mein Herr, der König David!«
  32. 32 Dann befahl König David: »Ruft den Priester Zadok, den Propheten Natan und Benaja, den Sohn des Jojada, zu mir!« Als sie vor den König traten,
  33. 33 sagte er zu ihnen: »Nehmt die Berater eures Herrn mit euch! Lasst meinen Sohn Salomo auf meinem Maultier reiten! Führt ihn so hinab zur Gihonquelle.
  34. 34 Der Priester Zadok und der Prophet Natan sollen ihn dort zum König von Israel salben. Blast in die Widderhörner und ruft aus: ›Lang lebe König Salomo!‹
  35. 35 Zieht dann hinter ihm her, hinauf nach Jerusalem. Er soll herkommen und sich auf meinen Thron setzen. Denn nur er soll König werden an meiner Stelle. Ihn bestimme ich zum königlichen Hirten über Israel und Juda.«
  36. 36 Benaja, der Sohn des Jojada, antwortete dem König: »So soll es sein! Der Herr, der Gott meines Herrn und Königs, soll es bestätigen.
  37. 37 So wie der Herr meinem Herrn, dem König, beistand, soll er auch Salomo beistehen. Er soll Salomos Herrschaft bedeutender machen als die meines Herrn, des Königs David.«
  38. 38 Also gingen die Männer hinunter in die Stadt. Es waren der Priester Zadok, der Prophet Natan, Benaja, der Sohn des Jojada, und die Leibwache, die Kreter und Pleter. Sie ließen Salomo auf dem Maultier König Davids reiten und führten ihn hinab zur Gihonquelle.
  39. 39 Der Priester Zadok holte ein mit Öl gefülltes Horn aus dem Zelt des Herrn. Damit salbte er Salomo zum König. Dann blies man in die Widderhörner und das ganze Volk rief: »Es lebe König Salomo!«
  40. 40 Danach zog das ganze Volk hinter ihm her, hinauf nach Jerusalem. Das Volk blies dabei auf Flöten und jubelte so laut, dass die Erde unter ihnen bebte.
  41. 41 Adonija hörte den Jubel – so wie alle seine Gäste, die bei ihm waren. Sie waren gerade mit dem Essen fertig. Als Joab die Hörner hörte, fragte er: »Warum ist da so ein Lärm in der Stadt?«
  42. 42 Noch während er dies sagte, kam Jonatan, der Sohn des Priesters Abjatar. Adonija rief: »Komm her! Du bist doch ein zuverlässiger Mann und bringst sicher gute Nachrichten.«
  43. 43 Jonatan antwortete Adonija: »Leider nein! Unser Herr, König David, hat Salomo zum König gemacht.
  44. 44 Er ließ Salomo sogar auf seinem Maultier reiten und von seinen Vertrauten begleiten – vom Priester Zadok, dem Propheten Natan, Benaja, dem Sohn des Jojada, und seiner Leibwache, den Kretern und Pletern.
  45. 45 Der Priester Zadok und der Prophet Natan salbten ihn bei der Gihonquelle zum König. Dann zogen sie fröhlich von dort weg, und die Stadt geriet in Aufregung. Das ist der Lärm, den ihr gehört habt.
  46. 46 Sogar auf den Königsthron hat sich Salomo gesetzt!
  47. 47 Dann ist die Leibwache des Königs gekommen, um unserem Herrn, dem König David, zu gratulieren: ›Gott soll den Namen Salomos noch berühmter machen als deinen! Seine Zeit auf dem Thron soll bedeutender werden als deine!‹ Dazu hat der König seinen Kopf geneigt und auf seinem Lager anerkennend zugestimmt.
  48. 48 Er hat auch noch gesagt: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels: Er hat heute den eingesetzt, der von nun an auf meinem Thron sitzt. Und ich darf es noch mit eigenen Augen sehen!«
  49. 49 Die Gäste Adonijas waren entsetzt. Sie standen auf und gingen weg, jeder woanders hin.
  50. 50 Adonija fürchtete sich vor Salomo. Er flüchtete und versuchte sein Leben zu retten, indem er die Hörner des Altars ergriff.
  51. 51 Man berichtete Salomo: »Folgendes ist passiert: Adonija fürchtet sich vor dir, König Salomo. Er hält sich sogar an den Hörnern des Altars fest und sagt: ›König Salomo soll mir jetzt schwören, mich, seinen Knecht, nicht mit dem Schwert zu töten!‹«
  52. 52 Salomo antwortete: »Wenn er wirklich ein ehrlicher Mann ist, soll ihm auch kein Haar gekrümmt werden. Wenn er aber Böses im Schilde führt, wird er sterben.«
  53. 53 König Salomo schickte nun Boten und ließ ihn vom Altar wegholen. Als er zu König Salomo kam, fiel er vor ihm auf die Knie. Salomo sagte ihm: »Du darfst zurück nach Hause gehen!«

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