시편 78편 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 시편 (Psalms) · 72절
- 1 EIN WEISHEITSLIED, VON ASAF. Höre, mein Volk, auf meine Weisung! Spitzt eure Ohren, ich habe etwas zu sagen!
- 2 Ich will meinen Mund auftun und in Gleichnissen reden. Geheimnisse von früher will ich verkünden. –
- 3 Wir haben davon gehört, es ist uns bekannt. Schon unsere Eltern haben es weitererzählt.
- 4 Wir halten es nicht geheim vor unseren Kindern. Wir erzählen davon der nächsten Generation: vom Ruhm des Herrn und seiner Macht, von seinen Wundern, die er getan hat.
- 5 Er machte Jakob seine Gebote bekannt, und Israel übergab er seine Weisung. Unseren Vorfahren hat er aufgetragen, sie an ihre Kinder weiterzugeben.
- 6 So lernt die nächste Generation sie kennen, in der wieder Kinder geboren werden. Die sollen sie dann an ihre Kinder weitergeben,
- 7 damit auch diese Vertrauen fassen zu Gott. So werden sie Gottes Taten nicht vergessen und seine Gebote befolgen.
- 8 Denn sie sollen nicht wie ihre Eltern werden – eine störrische und ungehorsame Generation: Ihr Herz blieb nicht beständig bei Gott, und ihr Geist hielt ihm nicht die Treue.
- 9 So wie die Männer aus Efraim – sie waren ausgebildete Bogenschützen. Als es zur Schlacht kam, liefen sie davon.
- 10 Sie hielten sich nicht an den Bund mit Gott und wollten seiner Weisung nicht folgen.
- 11 Seine Taten haben sie wieder vergessen und seine Wunder, die er sie sehen ließ.
- 12 Wunder tat Gott auch bei ihren Vorfahren im Land Ägypten, im Gebiet von Zoan.
- 13 Er zerteilte das Meer und führte sie hindurch. Er staute das Wasser auf wie bei einem Damm.
- 14 Tagsüber zeigte er ihnen den Weg durch eine Wolke und in der Nacht durch einen Feuerschein.
- 15 Unterwegs in der Wüste zerteilte er Felsen. Da konnten sie trinken, mehr als genug.
- 16 Er ließ Bäche aus dem Gestein treten und sie wie Wasserfälle herabfließen.
- 17 Trotzdem machten sie weiter mit ihrer Sünde und widersetzten sich dem Höchsten im dürren Land.
- 18 Im Herzen forderten sie Gott heraus. Sie verlangten nach Essen für ihre Kehle.
- 19 Gegen Gott gerichtet, fragten sie frech: »Kann uns denn Gott den Tisch decken in dieser kargen Wüste?
- 20 Gewiss, als er damals gegen den Felsen schlug, quoll Wasser hervor und Bäche flossen heraus. Aber wie steht’s mit Brot? Kann er uns das geben? Oder kann er Fleisch beschaffen für sein Volk?«
- 21 Als der Herr das hörte, wurde er zornig. Er ließ ein Feuer gegen Jakob wüten, und sein Zorn entflammte gegen Israel.
- 22 Denn sie hatten Gott nicht geglaubt und nicht auf seine Hilfe vertraut.
- 23 Da befahl er den Wolken droben und öffnete die Türen des Himmels.
- 24 Manna zum Essen ließ er auf sie regnen. Das Korn des Himmels teilte er ihnen aus.
- 25 Vom Brot der Engel durften sie essen. Er ließ ihnen sogar einen Vorrat zukommen, sodass es ihnen an nichts fehlte.
- 26 Dann ließ er den Ostwind am Himmel auffrischen und führte den Südwind mit Macht herbei.
- 27 Wie Staubkörner ließ er Fleisch auf sie regnen und Geflügel wie Sandkörner am Meer.
- 28 Er ließ es mitten in das Lager fallen und rings um die Wohnzelte herum.
- 29 Da aßen sie und wurden davon ganz satt. Was sie verlangten, hatte er ihnen gewährt.
- 30 Doch ihre Gier war noch nicht gestillt. Dabei hatten sie nicht einmal aufgegessen.
- 31 Wieder entflammte der Zorn Gottes gegen sie. Er tötete viele ihrer kräftigsten Männer und streckte die jungen Israeliten nieder.
- 32 Trotz allem machten sie weiter mit ihrer Sünde. Sie glaubten nicht an seine Wunder.
- 33 Da ließ er ihre Tage wie im Wind verwehen und ihre Jahre im Schrecken vergehen.
- 34 Wenn er aber ihre Leute tötete, begannen sie wieder nach ihm zu fragen. Sie kehrten um und suchten nach Gott.
- 35 Sie dachten daran, dass Gott ihr Fels ist. Gott, der Höchste, würde sie schon retten.
- 36 Doch wieder betrogen sie ihn mit ihrem Mund und belogen ihn weiter mit ihrer Zunge.
- 37 Ihr Herz blieb nicht beständig bei ihm. Sie hielten seinem Bund nicht die Treue.
- 38 Doch er ist barmherzig und vergibt Schuld. An Vernichtung liegt ihm nichts. So ließ er viele Male seinen Zorn verrauchen und dessen Glut nicht mehr aufglimmen.
- 39 Er dachte daran, dass die Menschen sterblich sind – ein Wind, der verweht und nicht wiederkehrt.
- 40 Wie oft widersetzten sie sich ihm in der Wüste? Wie oft haben sie ihn in der Steppe beleidigt?
- 41 Ständig forderten sie Gott heraus und reizten den Heiligen Israels.
- 42 Sie dachten nicht mehr an seine starke Hand, an den Tag, als er sie vom Feind befreite.
- 43 Damals in Ägypten setzte er seine Zeichen, im Gebiet von Zoan tat er seine Wunder:
- 44 Er verwandelte das Nilwasser in Blut, aus ihren Bächen konnten sie nicht mehr trinken.
- 45 Er schickte ihnen Stechmücken, die sie stachen, und Frösche, die ihnen Verderben brachten.
- 46 Er übergab ihre Ernte dem Ungeziefer und ihren Arbeitsertrag den Heuschrecken.
- 47 Er vernichtete ihre Weinstöcke durch Hagel und ihre Obstbäume durch Wolkenbrüche.
- 48 Er überließ ihr gesamtes Vieh der Pest und ihren Besitz an Tieren den Seuchen.
- 49 Er schickte ihnen die Glut seines Zorns entgegen: Wut, Ärger und Bedrängnis, eine Schar von Unheilsboten.
- 50 Er ließ seinem Zorn freien Lauf. Selbst vor dem Tod bewahrte er sie nicht, sondern überließ ihr Leben der Pest.
- 51 Alle Erstgeburt in Ägypten ließ er sterben, die erstgeborenen Kinder in den Zelten Hams.
- 52 Aber sein Volk ließ er wie Schafe ausziehen. Er führte sie wie eine Herde durch die Wüste.
- 53 Er leitete sie sicher, sie hatten nichts zu fürchten. Doch ihre Feinde bedeckte das Meer.
- 54 So brachte er sie in das Gebiet seines Heiligtums – zum Berg, den er sich als Eigentum erwarb.
- 55 Er vertrieb vor ihnen die Völker aus dem Land und verteilte es mit der Messschnur als Erbbesitz. So sorgte er dafür, dass die Stämme Israels in deren Zelten wohnen konnten.
- 56 Wieder forderten sie Gott heraus und widersetzten sich dem Höchsten. Seine Vorschriften beachteten sie nicht.
- 57 Sie verließen ihn treulos wie ihre Eltern. Sie versagten wie Bogenschützen mit einem zu schlaff gespannten Bogen.
- 58 Sie ärgerten ihn mit ihren Kultplätzen und reizten ihn mit ihren Götterbildern.
- 59 Als Gott das hörte, wurde er zornig und verwarf Israel ganz und gar.
- 60 Er räumte seine Wohnung in Schilo, das Zelt, in dem er bei den Menschen gewohnt hatte.
- 61 Er überließ das Zeichen seiner Macht den Feinden und gab das kostbare Stück in ihre Hand.
- 62 Er lieferte sein Volk dem Schwert aus. So zornig war er über sein Eigentum.
- 63 Ein Feuer vernichtete die jungen Männer. Und für die Mädchen in seinem Volk sang man keine Brautlieder mehr.
- 64 Seine Priester kamen um durch das Schwert. Zuletzt fehlte den Witwen sogar die Kraft zu trauern.
- 65 Da erwachte der Herr wie aus dem Schlaf – wie ein Kriegsheld aus dem Weinrausch.
- 66 Er schlug seine Feinde in die Flucht und brachte bleibende Schande über sie.
- 67 Er verwarf das Zelt der Nachkommen Josefs und den Stamm Efraim erwählte er nicht.
- 68 Er erwählte den Stamm Juda, den Berg Zion, den er liebt.
- 69 Dort errichtete er sein Heiligtum – hoch wie der Himmel und fest wie die Erde, die er für alle Zeit gegründet hat.
- 70 Dort erwählte er seinen Knecht David. Von der Schafweide holte er ihn weg.
- 71 Von den Mutterschafen nahm er ihn fort, damit er sein Volk Jakob weidete – nämlich Israel, sein Eigentum.
- 72 Er weidete sie mit ehrlichem Herzen und regierte sie mit kluger Hand.
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