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사사기 7장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 사사기 (Judges) · 25절

  1. 1 Jerubbaal, wie Gideon auch noch genannt wurde, zog am frühen Morgen mit seinem ganzen Heer los. Bei der Quelle Harod errichteten sie ihr Heerlager. Die Midianiter aber hatten ihr Lager nördlich davon. Es lag in der Ebene, dem Hügel More gegenüber.
  2. 2 Der Herr sagte zu Gideon: »Das Heer, das du bei dir hast, ist zu groß. So wie es jetzt ist, kann ich die Midianiter nicht in eure Gewalt geben. Sonst könnten die Israeliten mir gegenüber behaupten: ›Wir haben uns aus eigener Kraft gerettet!‹
  3. 3 Darum gib im Heer bekannt, damit alle es hören: Wer Angst hat und vor dem Krieg zittert, soll umkehren und sich nach Gilead zurückziehen.« Da verließen 22.000 Mann das Heer, 10.000 blieben.
  4. 4 Doch der Herr sagte zu Gideon: »Das reicht nicht! Das Heer ist immer noch zu groß. Führ jetzt deine Leute hinunter zur Quelle! Dort will ich für dich eine Auswahl treffen. Sag ich zu dir: ›Der kommt mit!‹ – dann soll er mit dir gehen. Sag ich aber: ›Der nicht!‹ – dann geht keiner von denen mit dir.«
  5. 5 Gideon führte also das Kriegsvolk zur Quelle hinunter. Da sagte der Herr zu ihm: »Wer das Wasser wie ein Hund mit der Zunge schlabbert, den stell auf die eine Seite! Und wer sich zum Trinken niederkniet, den stell auf die andere Seite!«
  6. 6 Es waren 300 Mann, die das Wasser mit der Zunge schlabberten. Das übrige Kriegsvolk hatte sich niedergekniet und das Wasser mit der Hand zum Mund geführt.
  7. 7 Der Herr sagte zu Gideon: »Mit diesen 300 Mann, die das Wasser mit der Zunge schlabberten, will ich Israel retten. Ja, ich gebe die Midianiter in deine Gewalt. Das übrige Kriegsvolk aber soll heimkehren, jeder in seinen Wohnort.«
  8. 8 Gideon schickte also den Großteil Israels heim, jeden zu seinem Zelt. Zuvor nahm man den Leuten die Krüge und Widderhörner ab und ließ sie bei der Truppe – bei den 300 Mann, die Gideon bei sich behielt. Die Midianiter aber hatten ihr Lager unten im Tal.
  9. 9 In der Nacht sagte der Herr zu Gideon: »Steh auf, geh hinunter ins Lager der Midianiter. Denn ich gebe es in deine Gewalt.
  10. 10 Wenn du aber Angst hast, allein zu gehen, dann geh mit deinem Knecht Pura ins Lager hinunter.
  11. 11 Dort wirst du hören, was sie reden. Das wird dir Mut machen, das Lager anzugreifen.« So machte er sich mit seinem Knecht Pura auf den Weg. Sie kamen bis zum äußeren Rand des Lagers, bis zu den Wachsoldaten.
  12. 12 Die Midianiter aber, die Amalekiter und alle Beduinen hatten sich im Tal wie die Heuschrecken niedergelassen. Und die Kamele, die sie bei sich hatten, waren so viele wie der Sand am Meer.
  13. 13 Als Gideon ankam, erzählte gerade einer dem anderen von einem Traum: »Hör mal, was ich geträumt habe! Ich sah einen Laib Gerstenbrot. Der rollte in das Lager der Midianiter hinunter. Als er es erreichte, traf er unser Zelt und warf es um. Da entstand ein großes Durcheinander. Das Zelt aber lag am Boden.«
  14. 14 Da antwortete ihm der andere: »Glaub mir, damit kann nur das Schwert gemeint sein, das dem Israeliten Gideon, dem Sohn Joaschs, gehört! Gott hat die Midianiter in seine Gewalt gegeben, nämlich uns und unser ganzes Heer.«
  15. 15 Als Gideon den Traum und seine Deutung hörte, sank er auf die Knie und betete. Dann kehrte er ins Lager der Israeliten zurück und sagte: »Auf in den Kampf! Der Herr hat das Heer der Midianiter in eure Gewalt gegeben.«
  16. 16 Nun teilte er die 300 Mann in drei Gruppen ein. Dann drückte er allen die Widderhörner in die Hand und dazu die leeren Krüge. In die Krüge aber taten sie Fackeln hinein.
  17. 17 Dann gab er ihnen die Anweisung: »Macht alles so, wie ihr es bei mir seht! Passt auf, ich gehe jetzt zum äußeren Rand des Lagers. Ihr aber sollt alles so machen, wie ich es mache.
  18. 18 Ich werde in das Widderhorn blasen, ich selbst und alle, die bei mir sind. Dann sollt auch ihr in die Widderhörner blasen. Stellt euch dazu um das Lager herum und ruft: Für den Herrn und für Gideon!«
  19. 19 Gideon erreichte mit seinen 100 Mann den äußeren Rand des Lagers. Die mittlere Nachtwache hatte inzwischen begonnen. Gerade hatten die Wachsoldaten ihren Dienst angetreten. Da bliesen die Leute Gideons in die Widderhörner und zerschmetterten die mitgebrachten Krüge.
  20. 20 Daraufhin bliesen alle drei Gruppen in die Widderhörner, zerschmissen die Krüge und griffen mit der linken Hand nach den Fackeln. Mit der rechten Hand hielten sie die Widderhörner, bliesen hinein und riefen abwechselnd: »Ein Schwert für den Herrn und für Gideon!«
  21. 21 Sie blieben dabei um das Lager herum stehen, jeder an seinem Platz. Da liefen alle im Lager durcheinander, schrien laut und ergriffen die Flucht.
  22. 22 Als nämlich die 300 Mann die Widderhörner bliesen, sorgte der Herr selbst für den Sieg. Er richtete das Schwert des einen gegen den andern. So war es im ganzen Lager. Dann floh das Heer bis nach Bet-Schitta und Zereda, bis in die Gegend von Abel-Mehola und Tabbat.
  23. 23 Aus den Stämmen Naftali, Ascher und Manasse wurden die Männer Israels zusammengerufen. Die machten sich an die Verfolgung der Midianiter.
  24. 24 Außerdem hatte Gideon Boten losgeschickt, die auf dem ganzen Gebirge Efraim ausriefen: »Zieht gegen die Midianiter in den Kampf! Besetzt die Wasserstellen bis nach Bet-Bara und den Übergang über den Jordan!« Da folgten alle Männer Efraims dem Ruf. Sie besetzten die Wasserstellen bis Bet-Bara und den Übergang über den Jordan.
  25. 25 Dann ergriffen sie die beiden Anführer der Midianiter. Der eine hieß Oreb, sein Name bedeutet: Rabe. Der andere hieß Seeb, sein Name bedeutet: Wolf. Den »Raben« töteten sie am Rabenfelsen und den »Wolf« töteten sie bei der Wolfskelter. Danach setzten sie die Verfolgung der Midianiter fort. Oreb und Seeb aber hatten sie die Köpfe abgeschlagen und zu Gideon auf die andere Seite des Jordan gebracht.

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