사무엘상 30장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 사무엘상 (1 Samuel) · 31절
- 1 David und seine Männer marschierten drei Tage. Als sie in Ziklag ankamen, da war die Stadt niedergebrannt. Die Amalekiter hatten das Land überfallen. Sie waren durch die Wüste bis nach Ziklag gezogen und hatten die Stadt zerstört.
- 2 Die Frauen hatten sie gefangen genommen und alle Jungen und Alten, die sonst noch dort waren. Doch getötet hatten sie niemanden. Sie hatten alles mitgenommen und waren davongezogen.
- 3 Als nun David und seine Männer die Stadt erreichten, sahen sie, dass sie niedergebrannt war. Ihre Frauen, Söhne und Töchter hatte man verschleppt.
- 4 Da begannen David und sein Kriegsvolk laut zu weinen – so lange, bis sie keine Kraft mehr zum Weinen hatten.
- 5 Auch die beiden Frauen Davids hatte man verschleppt, Ahinoam aus Jesreel und Abigajil aus Karmel, die Witwe des Nabal.
- 6 Für David wurde die Lage sehr brenzlig, weil das Volk davon sprach, ihn zu steinigen. Alle Leute aus dem Volk waren äußerst erbittert über den Verlust ihrer Söhne und ihrer Töchter. David aber vertraute auf den Herrn, seinen Gott, und das gab ihm neuen Mut.
- 7 David sagte zum Priester Abjatar, dem Sohn Ahimelechs: »Bring mir den Kasten, mit dem man Gott befragt!« Da brachte Abjatar den Kasten zu David.
- 8 David befragte nun den Herrn: »Soll ich diese Räuberbande verfolgen? Werde ich sie einholen?« Er gab ihm die Antwort: »Verfolge sie! Du wirst sie bestimmt einholen und die Gefangenen befreien!«
- 9 Daraufhin zog David mit seinen 600 Mann los. Sie kamen bis zu dem Bachtal Besor, wo ein Teil der Truppe zurückblieb.
- 10 200 Mann waren zu erschöpft, um über den Bach Besor zu gehen. Mit 400 Mann setzte David also die Verfolgung fort.
- 11 In der Gegend trafen sie auf einen Ägypter, den sie ergriffen und zu David brachten. Man gab ihm etwas Brot zu essen und Wasser zu trinken.
- 12 Dann brachte man ihm noch ein Stück Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen. Als er gegessen hatte, kam er wieder etwas zu Kräften. Denn seit drei Tagen und drei Nächten hatte er nichts gegessen und kein Wasser getrunken.
- 13 David fragte ihn: »Zu wem gehörst du? Wo kommst du her?« Er antwortete: »Ich bin ein ägyptischer Sklave und gehöre einem Amalekiter. Mein Herr hat mich hier zurückgelassen, weil ich heute vor drei Tagen krank geworden bin.
- 14 Wir sind plündernd durch die Wüste gezogen und durch das Gebiet, das zu Juda gehört. Wir haben die Philister und die Kalebiter überfallen. Auch die Stadt Ziklag haben wir niedergebrannt.«
- 15 David fragte ihn: »Kannst du mich zu dieser Räuberbande führen?« Er antwortete: »Schwöre mir zuerst bei Gott, dass du mich nicht tötest und mich nicht an meinen Herrn auslieferst! Dann will ich dich zu dieser Räuberbande führen.«
- 16 Als der Ägypter sie hinführte, sahen sie die Amalekiter. Sie waren in Gruppen über das ganze Gelände verstreut. Sie aßen, tranken und feierten ausgelassen. Denn sie hatten fette Beute gemacht im Land der Philister und im Land Juda.
- 17 Da schlug David am frühen Morgen zu. Der Kampf dauerte bis zum Abend des folgenden Tages. Keiner von ihnen konnte sich retten außer 400 Mann, die sich auf die Kamele schwangen und entkamen.
- 18 So gewann David alles wieder zurück, was die Amalekiter geraubt hatten. Auch seine beiden Frauen befreite David.
- 19 Es wurde niemand vermisst, weder Junge noch Alte, weder Söhne noch Töchter. David brachte die Beute zurück und alles Übrige, was ihnen die Amalekiter abgenommen hatten.
- 20 David nahm auch alle Schafe und Rinder mit. Man trieb sie vor dem anderen Vieh her und rief: »Das ist Davids Beute!«
- 21 Dann kam David zu den 200 Mann, die zu erschöpft gewesen waren, um ihm zu folgen. Man hatte sie beim Bachtal Besor zurückgelassen. Jetzt gingen sie David und dem Volk entgegen, das er bei sich hatte. Als David mit seinen Leuten in ihre Nähe kam, begrüßte er sie freundlich.
- 22 Es waren aber unter den Männern, die mit David in den Kampf gezogen waren, allerhand böse Leute und üble Kerle. Die beschwerten sich: »Wir werden ihnen nichts von der Beute abgeben, die wir den Feinden abgenommen haben. Denn sie sind nicht mit uns in den Kampf gezogen. Nur ihre Frauen und Kinder, die können sie mitnehmen. Dann aber sollen die verschwinden.«
- 23 David widersprach: »Nein, meine Brüder! So könnt ihr es nicht machen! Das alles verdanken wir doch dem Herrn. Er war es, der uns beschützt hat. Er hat uns die Räuberbande ausgeliefert, die uns überfallen hat.
- 24 In dieser Sache wird euch niemand zustimmen! Vielmehr soll jeder den gleichen Anteil bekommen: Der, der in den Krieg zieht, und der, der beim Gepäck bleibt. Gemeinsam wird die Beute geteilt.«
- 25 Dabei ist es seit diesem Tag geblieben. David hatte es für Recht und Gesetz erklärt. Und so gilt es in Israel bis heute.
- 26 Nachdem David wieder nach Ziklag gekommen war, sandte er Teile von der Beute an die Ältesten Judas – er war ja durch seine Herkunft mit ihnen verbunden. Ihnen ließ er ausrichten: »Hier ist ein Geschenk für euch zum Gruß. Es stammt aus der Beute, die wir den Feinden des Herrn abgenommen haben.«
- 27 Solche Geschenke sandte er an die Stadtältesten nach Betul, Ramat-Negev und Jattir,
- 28 nach Aroer, Sifmot, Eschtemoa
- 29 und Rachal, ebenso in die Städte der Jerachmeeliter und Keniter.
- 30 Er sandte sie nach Horma, Bor-Aschan und Atach,
- 31 ebenso nach Hebron und an alle Orte, wo sich David mit seinen Männern aufgehalten hatte.
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