로그인

사무엘상 20장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 사무엘상 (1 Samuel) · 42절

  1. 1 David floh aus dem Wohnbezirk der Propheten in Rama. Er kam zu Jonatan und hielt ihm vor: »Was habe ich denn getan? Was ist meine Schuld? Ich habe mich nie gegen deinen Vater gestellt! Aus welchem Grund will er mir ans Leben?«
  2. 2 Jonatan antwortete ihm: »Auf keinen Fall sollst du sterben! Noch nie hat mein Vater etwas getan, ohne es mir vorher anzukündigen – ganz gleich, ob es eine große oder kleine Sache war! Warum sollte mein Vater das vor mir geheim halten? Das gibt es nicht!«
  3. 3 David aber beteuerte nochmals: »Dein Vater weiß doch genau, wie viel ich dir bedeute! Deshalb hat er sich gesagt: ›Jonatan soll davon nichts erfahren. Das würde ihm nur wehtun.‹ Doch ich versichere dir beim Leben des Herrn und bei deinem eigenen: Ich bin nur noch einen Schritt weit vom Tod entfernt.«
  4. 4 Da sagte Jonatan zu David: »Was du auch wünschst, ich will es für dich tun!«
  5. 5 David sagte zu Jonatan: »Morgen ist Neumond und damit ein Festtag. Da müsste ich eigentlich beim König sein und an seiner Tafel speisen. Gib du mir Urlaub! Dann kann ich mich bis übermorgen Abend draußen auf dem Feld verstecken.
  6. 6 Sollte dein Vater mich ausdrücklich vermissen, so sag: ›David hat mich um Erlaubnis gebeten! Er wollte noch schnell nach Betlehem gehen. Denn in seiner Heimatstadt feiert man gerade das jährliche Opferfest der ganzen Familie.‹
  7. 7 Wenn er dann sagt: ›Das geht in Ordnung!‹, droht deinem Knecht keine Gefahr. Wenn er aber sehr wütend wird, dann weißt du: Das Unheil ist bei ihm eine beschlossene Sache.
  8. 8 Ich weiß, dass du es gut meinst mit deinem Knecht. Denn du bist vor dem Herrn einen Bund eingegangen, der die Freundschaft zwischen dir und mir festigt. Wenn mich eine Schuld trifft, sollst du mich töten! Doch zu deinem Vater bring mich auf keinen Fall!«
  9. 9 Daraufhin sagte Jonatan: »Nie und nimmer soll dir das geschehen! Auch gebe ich dir ganz bestimmt Bescheid, wenn ich in Erfahrung bringen sollte: Das Unheil, das dir droht, ist bei meinem Vater eine beschlossene Sache.«
  10. 10 David fragte Jonatan: »Wie erfahre ich, ob dein Vater dir eine harte Antwort gegeben hat?«
  11. 11 Jonatan sagte zu David: »Komm, wir gehen hinaus aufs Feld!« Die beiden gingen also hinaus aufs Feld.
  12. 12 Dann sagte Jonatan zu David: »Beim Herrn, dem Gott Israels! Ich werde herausbekommen, was mein Vater vorhat. Übermorgen um diese Zeit, da bin ich mir sicher, steht es gut um David. Wenn es aber anders kommen sollte, schicke ich einen Boten und kündige es dir an.
  13. 13 Ja, der Herr soll Jonatan antun, was immer er will! Wenn mein Vater wirklich Unheil über dich bringen will, sag ich’s dir und schick dich weg. So wirst du heil davonkommen. Der Herr sei mit dir, wie er mit meinem Vater war.
  14. 14 Nur um eins bitte ich dich: Halte an der Freundschaft mit mir fest, solange ich lebe.
  15. 15 Und lass deine Freundschaft nicht abreißen, auch wenn ich sterben sollte. Verschone in jedem Fall meine Nachkommen, auch wenn der Herr beschlossen hat, alle Feinde Davids auf der Erde auszurotten.«
  16. 16 So schloss Jonatan einen Bund, der die Freundschaft mit dem Haus David festigte. Der Herr aber würde dafür sorgen, dass die Feinde Davids ihrer Strafe nicht entgehen.
  17. 17 Und Jonatan ließ David noch einmal schwören bei der Liebe, die er für ihn empfand. Denn er liebte ihn wie sein eigenes Leben.
  18. 18 Jonatan sagte zu ihm: »Morgen ist Neumond und damit ein Festtag. Man wird dich vermissen, weil dein Platz leer bleibt.
  19. 19 Wenn es aber übermorgen so weit ist, dann geh! Komm dorthin, wo du dich schon einmal versteckt hast. Dann setz dich neben den Erdhügel dort drüben.
  20. 20 Ich werde drei Pfeile in diese Richtung abschießen. Dabei tue ich so, als wollte ich ein Ziel treffen.
  21. 21 Doch du pass auf: Ich schicke meinen Knecht los! Der soll gehen und die Pfeile suchen. Entweder sage ich zu dem jungen Mann: ›Hierher! Der Pfeil liegt näher bei mir. Komm zurück und heb ihn auf!‹ In diesem Fall kannst du zurückkommen, es droht dir keine Gefahr. So gewiss der Herr lebt! Du hast nichts zu befürchten.
  22. 22 Oder ich sage zu dem Jungen: ›Geh! Der Pfeil liegt noch weiter weg.‹ In diesem Fall musst du gehen. Denn der Herr schickt dich fort.
  23. 23 Was wir aber miteinander verabredet haben, soll für immer zwischen mir und dir gelten. Dafür sei der Herr unser Zeuge.«
  24. 24 David versteckte sich also auf dem Feld. Dann kam der Neumondtag, und der König setzte sich zum Festessen an den Tisch.
  25. 25 Wie immer setzte er sich auf seinen Platz an der Wand. Jonatan saß ihm gegenüber und Abner saß neben Saul. Davids Platz aber blieb leer.
  26. 26 Saul sagte dazu nichts an diesem Tag. Denn er dachte: Es ist nur ein Zufall. Es wird schon einen Grund geben, warum er nicht gekommen ist.
  27. 27 Aber auch am Tag nach Neumond, am zweiten Festtag, blieb Davids Platz leer. Da fragte Saul seinen Sohn Jonatan: »Warum ist der Sohn Isais nicht zum Essen gekommen? Gestern war er nicht da und heute auch nicht!«
  28. 28 Jonatan antwortete Saul: »David hat mich um die Erlaubnis gebeten, nach Betlehem gehen zu dürfen.
  29. 29 Er sagte: ›Gib mir Urlaub! Ich muss in meine Heimatstadt! Wir feiern dort das Opferfest der Familie. Mein Bruder hat darauf bestanden, dass ich komme. Jetzt sei so gut und erlaube es mir! Ich möchte gleich gehen und meine Brüder besuchen.‹ Das hat er gesagt und das ist der Grund, warum er nicht an der Tafel des Königs erschienen ist.«
  30. 30 Da wurde Saul sehr wütend über Jonatan und beschimpfte ihn: »Du Hurensohn! Glaubst du denn, dass ich es nicht weiß? Ja, du hast dich für den Sohn Isais entschieden. Schande über dich und über deine verkommene Mutter!
  31. 31 Denn das sag ich dir: Solange der Sohn Isais noch auf der Erde lebt, hast du keine Zukunft, du nicht und auch nicht dein Königtum. Auf, schick jetzt einige Leute los! Die sollen ihn zu mir bringen. Denn er ist ein Kind des Todes!«
  32. 32 Jonatan wandte sich gegen seinen Vater Saul: »Warum soll er getötet werden? Was hat er denn getan?«
  33. 33 Sofort warf Saul den Speer in seine Richtung, um ihn zu treffen. Da wusste Jonatan, dass sein Vater beschlossen hatte, David zu töten.
  34. 34 Jonatan sprang auf und verließ den Tisch im Zorn. Keinen einzigen Bissen konnte er mehr essen an diesem zweiten Tag des Neumondfestes. Es tat ihm weh, wie sein Vater David beschimpft hatte. Er wusste jetzt, dass David sterben sollte.
  35. 35 Am andern Morgen ging Jonatan aufs Feld hinaus. Dort wollte er sich mit David treffen. Er hatte einen Knecht mitgenommen.
  36. 36 Dem befahl er: »Lauf und such die Pfeile, die ich gleich abschießen werde!« Während der junge Mann noch lief, schoss er den Pfeil über ihn hinaus.
  37. 37 Der Pfeil, den Jonatan abgeschossen hatte, landete also an einem weit entfernten Platz. Als nun der junge Mann in seine Nähe kam, rief Jonatan ihm hinterher: »Der Pfeil liegt noch weiter weg!«
  38. 38 Und gleich darauf rief Jonatan ihm hinterher: »Auf, mach schnell und bleib nicht stehen!« Der Knecht Jonatans hob den Pfeil auf und kam damit zu seinem Herrn zurück.
  39. 39 Der junge Mann aber war völlig ahnungslos. Nur Jonatan und David kannten ja die Abmachung.
  40. 40 Jonatan übergab die Waffen seinem Knecht und befahl ihm: »Geh, bring das in die Stadt zurück!«
  41. 41 Als der junge Mann weg war, verließ David sein Versteck neben dem Erdhügel. Er verneigte sich dreimal vor Jonatan und warf sich mit dem Gesicht auf den Boden. Dann küsste einer den anderen, und sie weinten miteinander, bis David wieder Mut fasste.
  42. 42 Jonatan sagte zu David: »Nun geh in Frieden! Wir haben ja einander Freundschaft geschworen beim Namen des Herrn. Sie wird für immer zwischen mir und dir bestehen und zwischen meinen und deinen Nachkommen. Dafür sei der Herr unser Zeuge.«

BasisBibel (2021) — 대한성서공회 저작권 계약에 따라 게재 — 본문의 저작권은 대한성서공회에 있습니다. · 출처 ↗