민수기 22장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 민수기 (Numbers) · 41절
- 1 Die Israeliten brachen auf und lagerten in den Steppen von Moab. Das war am Ostufer des Jordan, gegenüber von Jericho.
- 2 Balak, der Sohn des Zippor, hatte alles gesehen, was die Israeliten den Amoritern angetan hatten. Er war zu dieser Zeit König von Moab.
- 3 Die Moabiter fürchteten sich sehr vor dem Volk Israel, weil es so groß war. Die Moabiter verabscheuten die Israeliten
- 4 und sagten zu den Ältesten der Midianiter: »Dieser Haufen wird alles um uns herum fressen, so wie ein Ochse die Weide kahl frisst!«
- 5 Da schickte Balak Boten zu Bileam, dem Sohn des Beor. Der wohnte in Petor am Eufrat, das im Heimatland von Bileam lag. Die Boten sollten ihn um Hilfe bitten und ihm sagen: »Ein Volk ist aus Ägypten hierhergekommen. Sie besetzen wirklich schon das ganze Land, so weit das Auge reicht. Sie haben sich ganz in meiner Nähe niedergelassen.
- 6 Bitte komm her! Verfluche dieses Volk für mich! Denn es ist stärker als meines. Vielleicht kann ich es dann besiegen und aus dem Land vertreiben. Denn ich weiß: Wen du segnest, der ist gesegnet. Und wen du verfluchst, der ist verflucht!«
- 7 Die Ältesten von Moab und Midian überbrachten Bileam die Botschaft von Balak. Sie hatten Lose zum Wahrsagen dabei.
- 8 Bileam sagte zu ihnen: »Übernachtet hier! Morgen kann ich euch sagen, was der Herr mir aufträgt.« So blieben die führenden Männer von Moab bei Bileam.
- 9 Gott kam zu Bileam und fragte ihn: »Wer sind diese Männer bei dir?«
- 10 Bileam antwortete Gott: »Sie wurden von Balak geschickt, dem Sohn des Zippor und König von Moab. Er hat ausrichten lassen:
- 11 Da ist ein Volk aus Ägypten gekommen. Es besetzt schon das ganze Land, so weit das Auge reicht. Bitte komm her! Verfluche es für mich! Vielleicht kann ich es dann im Kampf vertreiben.«
- 12 Gott aber entgegnete Bileam: »Du wirst nicht mit den Männern gehen! Und du darfst das Volk nicht verfluchen, denn ich habe es gesegnet!«
- 13 Am nächsten Morgen stand Bileam auf und sagte zu den Boten von Balak: »Kehrt zurück in euer Land! Der Herr erlaubt es mir nicht, mit euch zu gehen.«
- 14 Die Ältesten von Moab kamen zu Balak zurück und sagten: »Bileam hat sich geweigert, mit uns zu kommen.«
- 15 Aber Balak schickte noch einmal Boten los. Diesmal waren es noch mehr Männer, und sie hatten noch größeres Ansehen.
- 16 Als sie zu Bileam kamen, sagten sie zu ihm: »So spricht Balak, der Sohn des Zippor: Lass dich nicht davon abhalten, zu mir zu kommen!
- 17 Ich will dich reich belohnen und alles tun, was du von mir verlangst. Komm jetzt und verfluche dieses Volk für mich!«
- 18 Bileam antwortete den Dienern von Balak: »Balak könnte mir alles Silber und Gold geben, das er besitzt. Trotzdem kann ich den Befehl des Herrn, meines Gottes, nicht missachten. Das gilt im Kleinen wie im Großen.
- 19 Aber bleibt doch die Nacht über hier! Dann werde ich wissen, ob der Herr mir noch etwas sagt.«
- 20 In der Nacht kam Gott zu Bileam und sagte zu ihm: »Wenn die Männer wiedergekommen sind, um dich zu rufen, dann geh ruhig mit ihnen. Du darfst aber nur das tun, was ich dir sage!«
- 21 Am nächsten Morgen stand Bileam auf. Er sattelte seine Eselin und ging mit den Ältesten von Moab mit.
- 22 Gott geriet aber doch in Zorn darüber, dass Bileam die Männer von Balak begleitete. Darum stellte sich ihm ein Engel des Herrn als Gegner in den Weg. Bileam ritt auf seiner Eselin und hatte zwei seiner Knechte dabei.
- 23 Die Eselin sah den Engel des Herrn, der mit gezogenem Schwert auf dem Weg stand. Die Eselin wich vor ihm aus und lief vom Weg aufs Feld. Da schlug Bileam die Eselin, um sie auf den Weg zurückzutreiben.
- 24 Der Engel des Herrn aber ging zu einer Engstelle zwischen den Mauern der Weinberge.
- 25 Die Eselin sah den Engel des Herrn und drängte sich an eine der Mauern. Dabei klemmte sie Bileams Fuß an der Mauer ein, und er schlug sie noch einmal.
- 26 Der Engel des Herrn ging ein Stück weiter. Er stellte sich an eine noch engere Stelle. Dort konnte die Eselin nicht mehr ausweichen, weder nach rechts noch nach links.
- 27 Als die Eselin diesmal den Engel des Herrn sah, legte sie sich unter Bileam einfach hin. Bileam wurde wütend und schlug die Eselin mit dem Stock.
- 28 Da verlieh der Herr der Eselin die Fähigkeit zu sprechen, und sie sagte zu Bileam: »Was habe ich dir getan, dass du mich jetzt zum dritten Mal schlägst?«
- 29 Bileam antwortete der Eselin: »Nun, du hast mir übel mitgespielt. Wenn ich ein Schwert in der Hand gehabt hätte, dann hätte ich dich getötet.«
- 30 Die Eselin sagte zu Bileam: »Bin ich nicht deine Eselin, auf der du schon dein Leben lang reitest? Habe ich mich dir gegenüber jemals so verhalten?« Er antwortete: »Nein!«
- 31 Da öffnete der Herr Bileam die Augen, und Bileam konnte den Engel des Herrn sehen. Er stand mit gezogenem Schwert auf dem Weg. Bileam verneigte sich und verbeugte sich bis zum Boden.
- 32 Der Engel des Herrn fragte ihn: »Warum hast du deine Eselin drei Mal geschlagen? Ich selbst trete dir als Gegner entgegen, weil du auf dem falschen Weg bist.
- 33 Die Eselin hat mich gesehen und ist mir drei Mal ausgewichen. Wenn sie nicht ausgewichen wäre, dann hätte ich dich getötet! Aber die Eselin hätte ich am Leben gelassen.«
- 34 Bileam sagte zu dem Engel des Herrn: »Ich habe Unrecht begangen. Ich habe nicht erkannt, dass du selbst dich mir in den Weg gestellt hast. Wenn ich in deinen Augen in die falsche Richtung gehe, dann kehre ich sofort um.«
- 35 Der Engel des Herrn entgegnete Bileam: »Geh ruhig mit den Männern! Aber du darfst ihnen nur das weitergeben, was ich dir sage.« So ging Bileam mit den Boten Balaks.
- 36 Balak erfuhr, dass Bileam zu ihm unterwegs war. Da ging er ihm bis zu einer Stadt in Moab entgegen. Sie lag in der Nähe des Arnon, an der Grenze zu Moab.
- 37 Balak warf Bileam vor: »Habe ich dich nicht dringend hierherrufen lassen? Warum bist du nicht sofort zu mir gekommen? Kann ich dich etwa nicht ausreichend belohnen?«
- 38 Bileam entgegnete Balak: »Ich bin doch zu dir gekommen. Jetzt fragst du dich, ob ich nicht einfach alles sagen kann. Nein, ich kann nur das weitergeben, was Gott mir in den Mund legt.«
- 39 Darauf ging Bileam mit Balak nach Kirjat-Huzot.
- 40 Dort brachte Balak Rinder und Schafe als Schlachtopfer dar. Das Fleisch ließ er Bileam und den Boten auftischen, die bei ihm waren.
- 41 Am nächsten Morgen führte Balak Bileam hinauf nach Bamot-Baal, das heißt: auf die Höhe des Baal. Von dort sah Bileam einen Teil des Volkes Israel, das in den Steppen von Moab lagerte.
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