마태복음 23장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 마태복음 (Matthew) · 39절
- 1 Dann wandte sich Jesus an die Volksmenge und seine Jünger
- 2 und sagte: »Die Schriftgelehrten und Pharisäer sitzen auf dem Lehrstuhl von Mose.
- 3 Alles, was sie euch sagen, sollt ihr tun und befolgen. Aber verhaltet euch nicht so, wie sie sich verhalten! Denn sie halten sich selbst nicht an das, was sie lehren:
- 4 Sie binden schwere Lasten zusammen, die kaum zu tragen sind. Die legen sie den Menschen auf die Schulter. Aber sie selbst wollen keinen Finger krumm machen, um sie zu tragen.
- 5 Alles, was sie tun, machen sie, damit sie von den Leuten gesehen werden. Sie tragen besonders breite Gebetsriemen und besonders lange Quasten.
- 6 Bei den Festessen und in den Synagogen ist es ihnen wichtig, die Ehrenplätze zu bekommen.
- 7 Auf den Marktplätzen wollen sie gegrüßt werden. Die Menschen sollen sie ›Rabbi‹ nennen.
- 8 Aber ihr sollt euch nicht ›Rabbi‹ nennen lassen. Denn nur einer ist euer Lehrer, aber untereinander seid ihr alle Brüder und Schwestern.
- 9 Ihr sollt auch keinen von euch hier auf der Erde ›Vater‹ nennen. Denn nur einer ist euer Vater: der Vater im Himmel.
- 10 Ihr sollt euch auch nicht ›Lehrmeister‹ nennen lassen, denn nur einer ist euer Lehrmeister: Christus.
- 11 Wer unter euch am größten ist, soll euer Diener sein.
- 12 Wer sich selbst groß macht, wird von Gott niedrig und klein gemacht werden. Und wer sich selbst niedrig und klein macht, wird von Gott groß gemacht werden.«
- 13 »Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Scheinheiligen! Denn ihr versperrt den Menschen den Weg zum Himmelreich. Ihr selbst geht nicht hinein und ihr hindert alle daran, die hineingehen wollen.
- 14 [...]
- 15 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Scheinheiligen! Denn ihr reist über Land und Meer, um einen einzigen Anhänger zu gewinnen. Doch wenn er es geworden ist, dann habt ihr ihn auf den Weg in die Hölle geschickt: Er wird doppelt so schlimm wie ihr.
- 16 Wehe euch! Ihr wollt andere führen und seid selbst blind. Ihr sagt: ›Wer beim Tempel schwört, muss seinen Schwur nicht halten. Aber wer beim Gold des Tempels schwört, muss seinen Schwur halten.‹
- 17 Ihr seid dumm und blind! Was ist denn wichtiger? Das Gold oder der Tempel, der das Gold doch erst heilig macht?
- 18 Außerdem sagt ihr: ›Wer beim Altar schwört, muss seinen Schwur nicht halten. Aber wer beim Opfer auf dem Altar schwört, muss seinen Schwur halten.‹
- 19 Ihr seid blind! Was ist denn wichtiger? Das Opfer oder der Altar, der das Opfer doch erst heilig macht?
- 20 Also gilt: Wer beim Altar schwört, der schwört damit auch bei allem, was auf dem Altar liegt.
- 21 Und wer beim Tempel schwört, der schwört damit auch bei Gott, der im Tempel wohnt.
- 22 Und wer beim Himmel schwört, der schwört damit auch beim Thron Gottes – und bei Gott selbst, der auf dem Thron sitzt.
- 23 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Scheinheiligen! Denn ihr gebt Gott sogar den zehnten Teil von Gewürzen wie Minze, Dill und Kümmel. Gleichzeitig beachtet ihr nicht, was im Gesetz viel wichtiger ist: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glaube. Das solltet ihr aber tun, ohne das andere zu lassen.
- 24 Ihr wollt andere führen und seid selbst blind. Eine kleine Mücke fischt ihr aus dem Becher, aber Kamele trinkt ihr mit.
- 25 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Scheinheiligen! Becher und Schüsseln haltet ihr von außen sauber. Aber innen sind sie voller Gier und Selbstsucht.
- 26 Du blinder Pharisäer! Reinige zuerst das Innere des Bechers, dann wird er auch außen sauber sein!
- 27 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Scheinheiligen! Denn ihr seid wie Gräber, die frisch gekalkt sind: Von außen sehen sie gepflegt aus, aber innen sind sie voll von toten Knochen und Unreinem.
- 28 So seid auch ihr: Von außen seht ihr aus wie Gerechte. Aber innen seid ihr voller Heuchelei und missachtet das Gesetz.
- 29 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Scheinheiligen! Denn ihr errichtet Grabmäler für die Propheten und schmückt die Grabkammern der Gerechten.
- 30 Ihr behauptet: ›Hätten wir zu der Zeit unserer Vorfahren gelebt, hätten wir anders gehandelt. Wir hätten uns nicht wie sie am Tod der Propheten schuldig gemacht.‹
- 31 Damit gebt ihr selbst zu: Ihr seid die Nachkommen der Prophetenmörder.
- 32 Macht nur so weiter wie eure Vorfahren!
- 33 Ihr Schlangen mit eurem Gift! Wie wollt ihr der Höllenstrafe entkommen?«
- 34 »Seht euch vor: Ich schicke euch Propheten, weise Männer und wahre Schriftgelehrte. Einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen lassen. Andere werdet ihr in euren Synagogen auspeitschen und sie von Stadt zu Stadt verfolgen.
- 35 Deshalb werdet ihr zur Rechenschaft gezogen: für das Blut all der Gerechten, das auf der Erde vergossen wurde – angefangen bei Abel, der gerecht vor Gott lebte, bis zu Secharja, dem Sohn von Berechja. Ihn habt ihr im Hof des Tempels zwischen Tempel und Altar ermordet.
- 36 Amen, das sage ich euch: Die Strafe für das alles wird eure Generation treffen!«
- 37 »Jerusalem, Jerusalem! Du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die Gott zu dir sendet! Wie oft wollte ich deine Kinder um mich versammeln – wie eine Henne ihre Küken unter ihren Flügeln beschützt. Aber ihr habt nicht gewollt.
- 38 Seht euch vor: Euer Tempel wird von Gott verlassen und verwüstet daliegen.
- 39 Das sage ich euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr einst ausruft: ›Gesegnet ist, wer im Namen des Herrn kommt!‹«
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