누가복음 9장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 누가복음 (Luke) · 62절
- 1 Jesus rief die Zwölf zusammen. Er gab ihnen Kraft und Vollmacht, alle Dämonen auszutreiben und Krankheiten zu heilen.
- 2 Er sandte sie aus, um das Reich Gottes zu verkünden und die Kranken gesund zu machen.
- 3 Er sagte zu ihnen: »Nehmt nichts mit auf den Weg: keinen Wanderstock, keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zusätzliches Hemd.
- 4 Wenn ihr in einem Haus aufgenommen werdet, bleibt dort und zieht von dort aus weiter.
- 5 Wenn euch die Leute nicht aufnehmen: Verlasst die Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen. Dadurch sollen die Leute erkennen, dass ihr Verhalten Folgen haben wird.«
- 6 Die Jünger zogen los und wanderten von Dorf zu Dorf. Überall verkündeten sie die Gute Nachricht und heilten die Kranken. ;
- 7 Der Landesfürst Herodes hörte von all diesen Vorgängen. Er war beunruhigt, denn einige sagten über Jesus: »Er ist Johannes, der von den Toten auferstanden ist.«
- 8 Andere sagten: »Elija ist aus dem Himmel zurückgekommen.« Wieder andere behaupteten: »Einer der alten Propheten ist auferstanden.«
- 9 Aber Herodes sagte: »Ich selber habe Johannes den Kopf abschlagen lassen. Wer ist dann der, über den ich solche Dinge höre?« Deshalb wollte er Jesus kennenlernen. ; ;
- 10 Die Apostel kehrten zu Jesus zurück. Sie berichteten ihm, was sie alles getan hatten. Dann nahm er sie mit sich. Er brachte sie in die Gegend bei der Stadt Betsaida, um mit ihnen allein zu sein.
- 11 Als die Leute davon erfuhren, folgten sie ihm. Jesus ließ sie zu sich. Er erzählte ihnen vom Reich Gottes und machte alle gesund, die Heilung brauchten.
- 12 Als es Abend wurde, kamen die Zwölf zu Jesus und sagten: »Schick doch die Leute weg. Dann können sie zu den umliegenden Dörfern und Höfen ziehen. Dort finden sie eine Unterkunft und etwas zu essen, denn wir sind hier in einer einsamen Gegend.«
- 13 Jesus antwortete: »Gebt doch ihr ihnen etwas zu essen!« Da sagten sie: »Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische. Oder sollen wir etwa losgehen und für das ganze Volk etwas zu essen kaufen?«
- 14 Es waren nämlich ungefähr 5000 Männer. Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Sorgt dafür, dass sich die Leute zum Essen niederlassen – in Gruppen zu etwa fünfzig.«
- 15 So machten es die Jünger, und alle ließen sich nieder.
- 16 Dann nahm Jesus die fünf Brote und die zwei Fische. Er blickte zum Himmel auf und dankte Gott dafür. Dann brach er sie in Stücke und gab sie den Jüngern. Die sollten sie an die Volksmenge austeilen.
- 17 Die Leute aßen, und alle wurden satt. Dann wurden die Reste eingesammelt, die sie übrig gelassen hatten – zwölf Körbe voll. ; ;
- 18 Einmal hatte Jesus sich zurückgezogen, um allein zu beten. Nur die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: »Für wen halten mich eigentlich die Leute?«
- 19 Sie antworteten: »Manche halten dich für Johannes den Täufer, andere für Elija. Wieder andere meinen, dass einer der anderen Propheten von früher auferstanden ist.«
- 20 Da fragte er sie: »Und ihr, für wen haltet ihr mich?« Petrus antwortete: »Für den Christus, den Gott gesandt hat.«
- 21 Aber Jesus schärfte ihnen mit aller Strenge ein: »Sagt das niemandem weiter!« ;
- 22 Dann sagte Jesus: »Der Menschensohn wird viel leiden müssen. Die Ratsältesten, die führenden Priester und die Schriftgelehrten werden ihn als Verbrecher behandeln. Sie werden ihn hinrichten lassen. Aber am dritten Tag wird er vom Tod auferweckt werden.« ;
- 23 Dann sagte Jesus zu allen Jüngern: »Wer zu mir gehören will, darf nicht an seinem Leben hängen. Er muss jeden Tag sein Kreuz auf sich nehmen und mir auf meinem Weg folgen.
- 24 Wer sein Leben retten will, wird es verlieren. Wer sich aber zu mir bekennt und deshalb sein Leben verliert, der wird es retten.
- 25 Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt – sich aber selbst verliert oder schweren Schaden nimmt?
- 26 Denn wer sich nicht zu mir und meinen Worten bekennt, muss wissen: Der Menschensohn wird sich auch nicht zu ihm bekennen, wenn er wiederkommt – in seiner Herrlichkeit und in der Herrlichkeit des Vaters und der heiligen Engel.
- 27 Das sage ich euch, und es ist wahr: Hier stehen einige, die werden nicht sterben, sondern das Reich Gottes erleben.« ;
- 28 Etwa acht Tage nachdem Jesus das gesagt hatte, nahm er Petrus, Johannes und Jakobus mit sich. Er stieg auf einen Berg, um zu beten.
- 29 Während er betete, sah sein Gesicht auf einmal ganz verändert aus, und seine Kleidung glänzte strahlend weiß.
- 30 Da redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija,
- 31 die in Herrlichkeit erschienen. Sie sprachen mit Jesus über den Tod, der ihm nach Gottes Plan in Jerusalem bevorstand.
- 32 Aber Petrus und die anderen waren fast eingeschlafen. Trotzdem hielten sie sich wach. So sahen sie Jesus in seiner Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei ihm standen.
- 33 Als die beiden sich von Jesus trennen wollten, sagte Petrus zu ihm: »Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Zelte aufschlagen: eins für dich, eins für Mose und eins für Elija.« Aber er wusste nicht, was er da sagte.
- 34 Während Petrus noch redete, zog eine Wolke auf, und ihr Schatten legte sich über sie. Die Wolke hüllte sie ganz ein, und sie fürchteten sich.
- 35 Eine Stimme erklang aus der Wolke: »Das ist mein Sohn, ihn habe ich erwählt. Hört auf ihn!«
- 36 Während die Stimme noch erklang, war Jesus plötzlich wieder allein. Die Jünger behielten das alles für sich. Sie erzählten damals niemandem, was sie gesehen hatten. ;
- 37 Am folgenden Tag stiegen Jesus und die drei Jünger vom Berg herab. Eine große Volksmenge kam Jesus entgegen.
- 38 Da schrie ein Mann aus der Volksmenge: »Lehrer, ich bitte dich: Schau nach meinem Sohn! Er ist mein einziges Kind.
- 39 Immer wieder packt ihn ein böser Geist, sodass er plötzlich aufschreit. Der Geist zerrt ihn hin und her, bis er Schaum vor dem Mund hat. Er lässt ihn kaum wieder los und richtet ihn noch zugrunde.
- 40 Ich habe deine Jünger gebeten, den Geist auszutreiben, aber sie konnten es nicht.«
- 41 Da antwortete Jesus: »Was seid ihr nur für eine ungläubige und verkehrte Generation! Wie lange soll ich noch bei euch bleiben und euch ertragen? Bring deinen Sohn her!«
- 42 Als der Junge sich Jesus näherte, riss der Dämon ihn zu Boden und zerrte ihn hin und her. Aber Jesus bedrohte den bösen Geist. Er machte den Jungen gesund und gab ihn seinem Vater zurück.
- 43 Da gerieten alle außer sich, so sehr staunten sie über die Macht und Größe Gottes. ; Alle waren tief beeindruckt von dem, was Jesus tat. Da sagte er zu seinen Jüngern:
- 44 »Merkt euch gut, was ich jetzt sage: Der Menschensohn wird ausgeliefert werden in die Hände der Menschen.«
- 45 Aber die Jünger verstanden nicht, was Jesus sagen wollte. Die Bedeutung war ihnen verhüllt, sodass sie es nicht begreifen konnten. Und sie scheuten sich, ihn danach zu fragen. ;
- 46 Die Jünger stritten darüber, wer von ihnen der Wichtigste war.
- 47 Jesus wusste, was in ihnen vorging. Er nahm ein Kind, stellte es neben sich
- 48 und sagte zu ihnen: »Wer dieses Kind aufnimmt und sich dabei auf mich beruft, der nimmt mich auf. Und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer unter euch allen der Geringste ist, der ist in Wirklichkeit groß.«
- 49 Johannes sagte zu Jesus: »Meister, wir haben gesehen, wie jemand deinen Namen dazu benutzt hat, Dämonen auszutreiben. Wir wollten ihn davon abhalten, denn er gehört nicht zu uns.«
- 50 Aber Jesus antwortete: »Hindert ihn nicht daran! Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch.«
- 51 Dann war es so weit: Die Tage kamen näher, an denen Jesus die Welt verlassen und in den Himmel aufgenommen werden sollte. Jesus machte sich fest entschlossen auf den Weg nach Jerusalem.
- 52 Er schickte Boten voraus. Die kamen in ein Dorf der Samariter und wollten dort für ihn eine Unterkunft suchen.
- 53 Doch die Dorfbewohner nahmen Jesus nicht auf, weil Jerusalem sein Ziel war.
- 54 Als die Jünger Jakobus und Johannes das erfuhren, sagten sie: »Herr, wenn du willst, befehlen wir: ›Feuer soll vom Himmel fallen und sie vernichten!‹«
- 55 Da drehte er sich zu ihnen um und wies sie streng zurecht. [...]
- 56 Dann zogen sie weiter in ein anderes Dorf.
- 57 Unterwegs sagte jemand zu Jesus: »Ich will dir folgen, wohin du auch gehst!«
- 58 Jesus antwortete: »Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel ihr Nest. Aber der Menschensohn hat keinen Ort, an dem er sich ausruhen kann.«
- 59 Einen anderen forderte Jesus auf: »Folge mir!« Aber der sagte: »Herr, erlaube mir, zuerst noch einmal nach Hause zu gehen und meinen Vater zu begraben.«
- 60 Aber Jesus antwortete: »Überlass es den Toten, ihre Toten zu begraben. Du aber geh los und verkünde das Reich Gottes!«
- 61 Wieder ein anderer sagte zu Jesus: »Ich will dir folgen, Herr! Doch erlaube mir, zuerst von meiner Familie Abschied zu nehmen.«
- 62 Aber Jesus antwortete: »Wer die Hand an den Pflug legt und zurückschaut, der eignet sich nicht für das Reich Gottes.«
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