누가복음 22장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 누가복음 (Luke) · 71절
- 1 Es war kurz vor dem Fest der ungesäuerten Brote, das Passafest genannt wird.
- 2 Die führenden Priester und die Schriftgelehrten suchten nach einer Möglichkeit, Jesus umzubringen. Denn sie hatten Angst vor dem Volk. ;
- 3 Da ergriff der Satan Besitz von Judas, der auch Iskariot genannt wurde. Er war einer aus dem Kreis der Zwölf.
- 4 Judas ging zu den führenden Priestern und den Hauptleuten der Tempelwache. Er besprach mit ihnen, wie er ihnen Jesus ausliefern konnte.
- 5 Sie waren hocherfreut und vereinbarten, ihm Geld dafür zu geben.
- 6 Judas war einverstanden. Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit, ihnen Jesus auszuliefern. Das Volk sollte nichts davon bemerken. ;
- 7 Es kam das Fest der ungesäuerten Brote. Am ersten Tag musste das Passalamm geschlachtet werden.
- 8 Jesus schickte Petrus und Johannes los. Er sagte: »Geht voraus und bereitet das Passamahl für uns vor, damit wir es essen können.«
- 9 Sie antworteten: »Wo sollen wir es vorbereiten?«
- 10 Da sagte er zu ihnen: »Wenn ihr in die Stadt kommt, werdet ihr einem Menschen begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm bis zu dem Haus, in das er hineingeht.
- 11 Sagt zu dem Eigentümer des Hauses: ›Der Lehrer lässt fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Passamahl feiern kann?‹
- 12 Er wird euch einen großen Raum im ersten Stock zeigen, der mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles vor.«
- 13 Sie gingen los und fanden alles genauso, wie Jesus es ihnen gesagt hatte. Und sie bereiteten das Passamahl vor. ;
- 14 Als die Stunde für das Passamahl gekommen war, legte sich Jesus mit den Aposteln zu Tisch.
- 15 Jesus sagte zu ihnen: »Ich habe mich sehr danach gesehnt, dieses Passamahl mit euch zu essen, bevor mein Leiden beginnt.
- 16 Das sage ich euch: Ich werde das Passamahl so lange nicht mehr essen, bis es im Reich Gottes in Vollendung gefeiert wird.«
- 17 Dann nahm Jesus den Becher, dankte Gott und sagte: »Nehmt diesen Becher und teilt den Wein unter euch!
- 18 Das sage ich euch: Ich werde von nun an keinen Wein mehr trinken – so lange, bis das Reich Gottes kommt.«
- 19 Anschließend nahm er das Brot. Er dankte Gott, brach das Brot in Stücke, gab es ihnen und sagte: »Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Tut das zur Erinnerung an mich.«
- 20 Ebenso nahm Jesus nach dem Essen den Becher und sagte: »Dieser Becher steht für den neuen Bund, den Gott mit den Menschen schließt – durch mein Blut, das für euch vergossen wird.« ; ;
- 21 »Aber seht euch vor: Einer wird mich verraten. Er sitzt hier mit mir am Tisch.
- 22 Der Menschensohn muss den Weg gehen, den Gott für ihn bestimmt hat. Aber wehe dem Menschen, der ihn verrät!«
- 23 Da fingen die Jünger an, sich gegenseitig zu fragen: »Wer von uns könnte es sein?« ; ;
- 24 Die Jünger begannen darüber zu streiten, wer von ihnen der Wichtigste war.
- 25 Aber Jesus sagte zu ihnen: »Die Könige herrschen über ihre Völker, und die Machthaber lassen sich Wohltäter nennen.
- 26 Aber ihr sollt nicht so sein: Sondern wer unter euch der Wichtigste ist, soll sein wie der Geringste –, und wer führen will, wie einer, der dient.
- 27 Wer ist denn wichtiger? Der zu Tisch liegt und isst oder der ihn bedient? Natürlich der zu Tisch liegt! Doch ich bin unter euch wie einer, der dient.
- 28 Ihr habt mit mir durchgehalten, wann immer ich auf die Probe gestellt wurde.
- 29 So gebe ich euch Anteil an der Herrschaft, die mein Vater mir übertragen hat:
- 30 In meinem Reich sollt ihr an meinem Tisch essen und trinken. Ihr sollt auf Thronen sitzen und über die zwölf Stämme Israels Gericht halten.« ; ;
- 31 »Simon, Simon! Sieh doch: Der Satan hat sich von Gott erbeten, euch durchzusieben wie den Weizen!
- 32 Aber ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhört. Wenn du dann wieder zu mir zurückgekehrt bist, sollst du deine Brüder und Schwestern stärken.«
- 33 Petrus entgegnete Jesus: »Herr! Ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis zu gehen – ja, sogar mit dir zu sterben!«
- 34 Aber Jesus erwiderte: »Das sage ich dir, Petrus: Noch bevor heute der Hahn kräht, wirst du dreimal abstreiten, dass du mich kennst.«
- 35 Jesus fragte die Jünger: »Ich habe euch ohne Geldbeutel, ohne Vorratstasche und ohne Sandalen ausgesandt. Hat euch da irgendetwas gefehlt?« Sie antworteten: »Nein, nichts!«
- 36 Jesus sagte zu ihnen: »Von jetzt an gilt: Wer einen Geldbeutel hat, soll ihn mitnehmen und ebenso eine Vorratstasche. Wer aber nichts anderes hat, soll seinen Mantel zu Geld machen und sich dafür ein Schwert kaufen.
- 37 Das sage ich euch: An mir muss in Erfüllung gehen, was in der Heiligen Schrift steht: ›Er wurde zu den Schuldigen gezählt.‹ Denn was über mich vorausgesagt ist, trifft jetzt ein.«
- 38 Die Jünger sagten: »Herr, sieh doch: Hier haben wir zwei Schwerter.« Aber er antwortete: »Genug davon!« ;
- 39 Jesus verließ die Stadt und ging wie gewohnt zum Ölberg. Die Jünger folgten ihm.
- 40 Als er dort ankam, sagte er zu ihnen: »Betet, damit ihr die kommende Prüfung besteht!«
- 41 Er selbst ging noch ein paar Schritte weiter – etwa einen Steinwurf weit. Dann kniete er nieder und betete.
- 42 Er sagte: »Vater, wenn du willst, nimm diesen Becher weg, damit ich ihn nicht trinken muss! Aber nicht, was ich will, soll geschehen, sondern was du willst!« [
- 43 Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.
- 44 Todesangst überfiel ihn, und er betete noch angespannter. Dabei tropfte sein Schweiß wie Blut auf den Boden.]
- 45 Dann stand er vom Gebet auf und ging zurück zu den Jüngern. Er sah, dass sie vor lauter Trauer eingeschlafen waren.
- 46 Er fragte sie: »Wie könnt ihr nur schlafen? Steht auf und betet, damit ihr die kommende Prüfung besteht!« ; ; ;
- 47 Noch während Jesus das sagte, näherte sich eine Truppe. Judas, einer der Zwölf, ging an der Spitze. Er kam auf Jesus zu, um ihn zu küssen.
- 48 Aber Jesus sagte zu ihm: »Judas, willst du den Menschensohn wirklich mit einem Kuss verraten?«
- 49 Da verstanden seine Begleiter, was geschehen sollte. Sie fragten: »Herr, sollen wir mit dem Schwert zuschlagen?«
- 50 Und einer von ihnen schlug nach einem der Männer, die dem Hohepriester unterstanden. Er hieb ihm das rechte Ohr ab.
- 51 Aber Jesus sagte: »Hört auf damit!« Er berührte das Ohr und heilte den Mann.
- 52 Dann wandte er sich an die Leute, die ihn festnehmen wollten: die führenden Priester, die Hauptmänner der Tempelwache und die Ratsältesten. Er sagte: »Mit Schwertern und Knüppeln seid ihr hier angerückt! Bin ich denn ein Verbrecher?
- 53 Ich war täglich bei euch im Tempel. Aber dort habt ihr keine Hand gegen mich erhoben. Doch jetzt ist eure Stunde gekommen, und die Finsternis tritt ihre Herrschaft an.« ; ; ; ; ;
- 54 Die Männer nahmen Jesus fest, führten ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohepriesters. Petrus folgte in einiger Entfernung.
- 55 In der Mitte des Hofes brannte ein Feuer, um das sich einige Leute versammelt hatten. Petrus setzte sich mitten unter sie.
- 56 Ein Dienstmädchen sah Petrus dort im Schein des Feuers sitzen. Sie musterte ihn aufmerksam und sagte: »Der da war auch mit ihm zusammen!«
- 57 Petrus stritt das ab und sagte: »Ich kenne ihn gar nicht, Frau!«
- 58 Kurz darauf sah ihn jemand anderes und sagte: »Du gehörst auch zu denen!« Aber Petrus erwiderte: »Mensch, ich doch nicht!«
- 59 Etwa eine Stunde später behauptete ein anderer: »Ganz bestimmt gehört er zu denen! Er kommt doch auch aus Galiläa.«
- 60 Aber Petrus stritt es wieder ab: »Mensch, ich weiß überhaupt nicht, wovon du sprichst.« Im selben Moment, während er noch redete, krähte ein Hahn.
- 61 Der Herr drehte sich um und blickte Petrus an. Da erinnerte sich Petrus an das, was der Herr zu ihm gesagt hatte: »Noch bevor heute der Hahn kräht, wirst du dreimal abstreiten, mich zu kennen.«
- 62 Und Petrus lief hinaus und weinte heftig. ;
- 63 Die Männer, die Jesus bewachten, verspotteten und schlugen ihn.
- 64 Sie warfen ihm ein Tuch über und forderten ihn auf: »Du bist doch ein Prophet! Sag uns: Wer hat dich geschlagen?«
- 65 Und noch viele andere Beschimpfungen musste er über sich ergehen lassen. ; ; ; ;
- 66 Als es Tag wurde, versammelten sich die Ratsältesten des Volkes, dazu die führenden Priester und Schriftgelehrten. Dann ließen sie Jesus vor den jüdischen Rat führen.
- 67 Sie forderten ihn auf: »Wenn du der Christus bist, dann sag es uns!« Jesus antwortete: »Wenn ich es euch sage, werdet ihr mir nicht glauben!
- 68 Und wenn ich euch etwas frage, werdet ihr nicht antworten.
- 69 Aber von jetzt an wird der Menschensohn an der rechten Seite des allmächtigen Gottes sitzen.«
- 70 Da riefen alle: »Also bist du der Sohn Gottes?« Jesus antwortete: »Ihr sagt es – ich bin es!«
- 71 Da sagten sie: »Wozu brauchen wir noch weitere Zeugenaussagen? Wir haben es aus seinem eigenen Mund gehört!«
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