누가복음 1장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 누가복음 (Luke) · 80절
- 1 Schon viele haben es versucht, die Ereignisse im Zusammenhang aufzuschreiben, die Gott unter uns geschehen ließ –
- 2 und zwar so, wie es uns von den Augenzeugen überliefert wurde. Die waren von Anfang an dabei und erhielten den Auftrag, das Wort zu verkünden.
- 3 Auch ich bin all dem bis zu den Anfängen noch einmal sorgfältig nachgegangen. Dann habe ich mich dazu entschlossen, für dich, verehrter Theophilus, alles in der richtigen Reihenfolge aufzuschreiben.
- 4 So kannst du dich davon überzeugen, wie zuverlässig die Lehre ist, in der du unterrichtet wurdest.
- 5 Zu der Zeit, als Herodes König von Judäa war, lebte ein Priester mit Namen Zacharias. Er gehörte zur Priestergruppe des Abija. Seine Frau stammte von Aaron ab und hieß Elisabet.
- 6 Beide lebten gerecht vor Gott: Sie hielten sich in allem genau an die Gebote und Vorschriften des Herrn.
- 7 Aber sie hatten keine Kinder. Denn Elisabet konnte keine Kinder bekommen, und beide waren schon alt.
- 8 Einmal hatte Zacharias im Tempel Gottesdienst zu halten, weil seine Priestergruppe an der Reihe war.
- 9 Es war üblich, die Aufgaben der Priester durch das Los zu verteilen. Zacharias fiel das Räucheropfer zu, deshalb ging er in den Tempel des Herrn hinein.
- 10 Die ganze Volksmenge betete draußen, während er das Räucheropfer darbrachte.
- 11 Da erschien ihm ein Engel des Herrn. Der stand auf der rechten Seite des Räucheraltars.
- 12 Als Zacharias ihn sah, erschrak er, und große Furcht überkam ihn.
- 13 Aber der Engel sagte zu ihm: »Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn schenken. Dem sollst du den Namen Johannes geben.
- 14 Du wirst dich freuen und jubeln. Ja, viele werden sich über seine Geburt freuen.
- 15 Der Herr hat ihn zu Großem bestimmt: Er wird auf Wein und Bier verzichten. Schon im Mutterleib wird Gott ihn mit dem Heiligen Geist erfüllen.
- 16 Viele aus dem Volk Israel wird er zurückbringen zum Herrn, ihrem Gott.
- 17 Er wird dem Herrn als Bote vorausgehen – im gleichen Geist und mit der gleichen Kraft wie der Prophet Elija. Die Herzen der Väter wird er den Kindern zuwenden. Ungehorsame wird er dazu bringen, vor Gott gerecht zu handeln und zu denken. So wird er ein Volk zum Herrn bringen, das für ihn bereit ist.«
- 18 Da sagte Zacharias zu dem Engel: »Woran kann ich erkennen, dass es so kommt? Denn ich bin ein alter Mann, und auch meine Frau ist schon alt.«
- 19 Der Engel antwortete: »Ich bin Gabriel, der vor Gott steht. Gott hat mich gesandt, um mit dir zu reden und dir diese gute Nachricht zu bringen.
- 20 Doch nun höre: Du wirst stumm sein und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem das eintrifft. Denn du hast meinen Worten nicht geglaubt. Sie werden aber in Erfüllung gehen, wenn die Zeit dafür gekommen ist.«
- 21 Das Volk wartete auf Zacharias. Es wunderte sich, weil er so lange im Tempel blieb.
- 22 Als er dann herauskam, konnte er nicht zu ihnen sprechen. Da erkannten sie, dass er im Tempel eine Erscheinung gehabt hatte. Er gab ihnen Zeichen, blieb aber stumm.
- 23 Als die Zeit seines Priesterdienstes vorüber war, kehrte er nach Hause zurück.
- 24 Bald darauf wurde seine Frau Elisabet schwanger. Sie zog sich fünf Monate lang völlig zurück. Sie sagte:
- 25 »Das hat der Herr an mir getan. Jetzt hat er sich um mich gekümmert und mich von der Verachtung der Menschen befreit.«
- 26 Elisabet war im sechsten Monat schwanger. Da schickte Gott den Engel Gabriel zu einer Jungfrau in die Stadt Nazaret in Galiläa.
- 27 Sie war mit einem Mann verlobt, der Josef hieß und ein Nachkomme Davids war. Die Jungfrau hieß Maria.
- 28 Der Engel trat bei ihr ein und sagte: »Sei gegrüßt! Gott hat dir seine Gnade geschenkt. Der Herr ist mit dir.«
- 29 Maria erschrak über diese Worte und fragte sich: »Was hat dieser Gruß zu bedeuten?«
- 30 Da sagte der Engel zu ihr: »Fürchte dich nicht, Maria. Gott schenkt dir seine Gnade:
- 31 Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Dem sollst du den Namen Jesus geben.
- 32 Er ist zu Großem bestimmt und wird ›Sohn des Höchsten‹ genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vorfahren David geben.
- 33 Er wird für immer als König herrschen über die Nachkommen Jakobs. Seine Herrschaft wird niemals aufhören.«
- 34 Da sagte Maria zu dem Engel: »Wie soll das möglich sein? Ich habe doch noch nie mit einem Mann geschlafen!«
- 35 Der Engel antwortete: »Der Heilige Geist wird auf dich kommen. Die Kraft des Höchsten wird dieses Wunder in dir bewirken. Deshalb wird das Kind, das du erwartest, heilig sein und ›Sohn Gottes‹ genannt werden.
- 36 Sieh doch: Auch Elisabet, deine Verwandte, erwartet einen Sohn trotz ihres hohen Alters. Sie ist jetzt im sechsten Monat schwanger, und dabei hieß es: Sie kann keine Kinder bekommen.
- 37 Für Gott ist nichts unmöglich.«
- 38 Da sagte Maria: »Ich diene dem Herrn. Es soll an mir geschehen, was du gesagt hast.« Da verließ sie der Engel.
- 39 Bald danach machte sich Maria auf den Weg. So schnell sie konnte, wanderte sie zu einer Stadt im Bergland von Judäa.
- 40 Dort ging sie in das Haus von Zacharias und begrüßte Elisabet.
- 41 Als Elisabet den Gruß von Maria hörte, sprang das Kind vor Freude in ihrem Bauch. Elisabet wurde vom Heiligen Geist erfüllt
- 42 und rief mit lauter Stimme: »Gesegnet bist du unter allen Frauen und gesegnet ist das Kind in deinem Bauch!
- 43 Wie komme ich zu der Ehre, dass die Mutter meines Herrn mich besucht?
- 44 Als ich deinen Gruß hörte, sprang das Kind vor Freude in meinem Bauch.
- 45 Glückselig bist du, denn du hast geglaubt: Was der Herr versprochen hat, geht in Erfüllung.«
- 46 Da sagte Maria: »Ich lobe den Herrn aus tiefstem Herzen.
- 47 Alles in mir jubelt vor Freude über Gott, meinen Retter.
- 48 Denn er wendet sich mir zu, obwohl ich nur seine unbedeutende Dienerin bin. Von jetzt an werden mich alle Generationen glückselig preisen.
- 49 Denn Gott, der mächtig ist, hat Großes an mir getan. Sein Name ist heilig.
- 50 Er ist barmherzig zu denen, die ihm Ehre erweisen – von Generation zu Generation.
- 51 Er hebt seinen starken Arm und fegt die Überheblichen hinweg.
- 52 Er stürzt die Machthaber vom Thron und hebt die Unbedeutenden empor.
- 53 Er füllt den Hungernden die Hände mit guten Gaben und schickt die Reichen mit leeren Händen fort.
- 54 Er kommt seinem Diener Israel zu Hilfe und erinnert sich an seine Barmherzigkeit.
- 55 So hat er es unseren Vorfahren versprochen: Abraham und seinen Nachkommen für alle Zeit!«
- 56 Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabet. Dann kehrte sie nach Hause zurück.
- 57 Für Elisabet kam die Zeit der Geburt, und sie brachte einen Sohn zur Welt.
- 58 Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr ihr so große Barmherzigkeit erwiesen hatte. Sie freuten sich mit ihr.
- 59 Als das Kind acht Tage alt war, kamen sie zur Beschneidung. Sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben.
- 60 Aber seine Mutter widersprach: »Nein, er soll Johannes heißen!«
- 61 Sie hielten ihr entgegen: »Es gibt niemanden in deiner Verwandtschaft, der so heißt.«
- 62 Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen: »Wie soll er heißen?«
- 63 Er verlangte ein Wachstäfelchen und schrieb: »Er heißt Johannes.« Darüber wunderten sich alle.
- 64 Im selben Augenblick konnte Zacharias wieder sprechen. Da begann er, Gott zu loben.
- 65 Große Furcht überkam alle, die aus der Nachbarschaft gekommen waren. Im ganzen Bergland von Judäa sprach sich herum, was geschehen war.
- 66 Alle, die davon hörten, fragten sich: »Was wird aus diesem Kind einmal werden?« Denn offensichtlich stand es unter dem besonderen Schutz des Herrn.
- 67 Da wurde Zacharias, der Vater von Johannes, vom Heiligen Geist erfüllt. Er begann wie ein Prophet zu reden:
- 68 »Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er ist seinem Volk zu Hilfe gekommen und hat es erlöst.
- 69 Er hat uns einen starken Retter gesandt, einen Nachkommen seines Dieners David.
- 70 So hat Gott es von jeher angekündigt durch den Mund seiner heiligen Propheten –
- 71 einen Retter, der uns befreit von unseren Feinden und aus der Gewalt aller, die uns hassen.
- 72 Damit hat Gott auch unseren Vorfahren seine Barmherzigkeit erwiesen. Er hat an den heiligen Bund gedacht, den er mit ihnen geschlossen hat.
- 73 Ja, er hat an den Eid gedacht, den er unserem Vater Abraham geschworen hat:
- 74 uns aus der Hand von Feinden zu retten. Dann können wir ohne Angst Gott dienen
- 75 unser Leben lang – in seiner Gegenwart als Menschen, die heilig und gerecht sind.
- 76 Und du, Kind, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden. Du wirst dem Herrn vorangehen und den Weg für ihn bereit machen.
- 77 Du schenkst seinem Volk die Erkenntnis, dass der Herr es retten will und ihm die Schuld vergibt.
- 78 Unser Gott hat ein Herz voll Erbarmen. Darum kommt uns das Licht aus der Höhe zur Hilfe.
- 79 Es leuchtet denen, die im Dunkel und im Schatten des Todes leben. Es lenkt unsere Füße auf den Weg des Friedens.«
- 80 Johannes wuchs heran und wurde zu einem verständigen Menschen. Er lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er öffentlich vor dem Volk Israel auftrat.
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